Das Keltengrab am „Römerhügel“

Das Keltengrab am „Römerhügel“


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Auf den Feldern zwischen Pflugfelden und Kornwestheim ziert eine Erhebung die Landschaft, der sogenannte „Römerhügel“.

Ludwigsburg ist mit seiner Stadtgründung 1718 vergleichsweise jung. Doch schon lange bevor das Schloss errichtet wurde, siedelten Menschen auf der heutigen Ludwigsburger Gemarkung. Ausgrabungen beweisen die lange Anwesenheit der Kelten.

Lange war man davon ausgegangen, dass es sich bei der Erhebung um eine römische Wachanlage handelte, doch es ist inzwischen erwiesen, dass die Kelten viel früher (ca. 500 v.u.Z.) den künstlichen Grabhügel als Fürstengrab aufgeschüttet haben.

Er müsste eigentlich „Keltenhügel“ heißen

Zwei Gräber wurden hier 1877 gefunden, eines mit und eines ohne Skelett, beide reich mit Grabbeigaben ausgestattet.

Die Fundstücke, darunter ein Prunkdolch und ein goldener Stirnreif, sind im Landesmuseum Stuttgart zu besichtigen.

Die Stelle wird heute vom weit sichtbaren Wasserturm markiert, neben dem eine Tafel an die Ausgrabungen und die Funde erinnert.

Römerhügel
Infotafel unter dem Wasserturm am „Römerhügel“

2016 wurde das ganze Gelände im Zuge von Bauarbeiten von Archäologen großflächig untersucht, wobei überraschend alte Funde zutage gefördert wurden: unter anderem ein 6.000 Jahre altes Steinzeitgrab und römische Keramik. Die Kleingartenanlage wurde trotzdem gebaut und steht heute direkt neben dem Wasserturm.

Mehrere Zeitungen begleiteten die Ausgrabungen, darunter die Südwestpresse, die Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Nachrichten.

Der berühmteste keltische Grabhügel im Landkreis befindet sich jedoch in Hochdorf, wo ein liebevolles Kelten-Museum eingerichtet wurde. Dieses Grab wird nach wie vor erforscht und auch seine Fundstücke befinden sich im Landesmuseum in Stuttgart.

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